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Eine Übersicht aller Newsletter der vergangenen Jahre finden Sie unter folgendem Link.

 

40 Millionen Euro für Leichtbau-Fortschritt in Augsburg

 

Augsburg. Mit 40 Millionen Euro treibt Bayern die Forschung zu Leichtbauwerkstoffen und Digitalisierung von Fertigungsprozessen in der bayerischen Luft- und Raumfahrt-Industrie voran. Das gaben Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am 13. Mai 2019 im Technologiezentrum Augsburg bekannt. Im Mittelpunkt steht zunächst der Wirtschaftsstandort Augsburg, die Forschungsergebnisse sollen positiv auf ganz Bayern und darüber hinaus ausstrahlen.

 

„Leichtbau und digitale Prozessketten in der Luft- und Raumfahrt“ stellt Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder in den Mittelpunkt eines 40 Millionen Euro schweren Förderprogramms. Das gaben er und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am 13. Mai 2019 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Technologiezentrum Augsburg (TZA) bekannt. Die Mittel stammen zur Hälfte aus dem Nachtragshaushalt des Freistaats für 2020, die andere Hälfte will die Wirtschaft beisteuern. Gefördert werden namentlich noch nicht genannte Fertigungs- und Entwicklungsprojekte zur Digitalisierung, zu zukunftsfähigen Leichtbauweisen und Produktionsprozesse – nicht nur für Söder ein „absolutes Innovationsthema“.

 

Die „kräftige Vitaminspritze“, so Aiwanger, kommt zunächst vor allem der Luft- und Raumfahrt-Industrie am Standort Augsburg zugute. Zahlreiche kleine, mittlere und große Unternehmen aus allen Bereichen des Leichtbaus bündeln hier bereits Kapazitäten und Know-how. Als Koordinationsplattform, auch für die beiden ebenfalls eingebundenen Cluster ‚Mechatronik + Automation‘ sowie ‚bavAIRia‘, wirkt MAI Carbon. Die national und international aktive Regional- und Fachabteilung des Carbon Composites e.V. (CCeV) genießt bayernweit bereits einen guten Ruf durch ihre erfolgreiche Arbeit als Spitzencluster. Auch MAI Carbon und CCeV haben ihren Sitz in der Hauptstadt Bayrisch-Schwabens.

 

Zukunftswerkstoff Carbon

 

CCeV und MAI Carbon waren es auch, die die Anstrengungen um staatliche Unterstützung gebündelt und in Wirtschaft und Politik maßgeblich vorangetrieben haben. Ein „Unternehmer-Konsortium um Alexander Gundling“, Geschäftsführer des CCeV, sei im Januar dieses Jahres auf ihn zugekommen, erzählt Aiwanger. Im Gepäck hatten die Besucher den Plan einer „Cluster-Strategie Carbon, um den Strukturwandel in der Region aufzufangen und die Wirtschaft zu stärken“.

 

Dabei konnten sie auch auf politische Unterstützung zählen, etwa durch die MdL Fabian Mehring und Bernhard Pohl. Letzterer etwa sprach sich mehrfach für „Carbon als Leichtbau-Werkstoff der Zukunft“ aus. Wirtschaftsminister Aiwanger wiederum freute sich über das „Schlüssel-Schloss-Prinzip: Wir haben das Geld, Sie haben die Ideen, packen wir es gemeinsam an.“

 

Söder sieht „Bayern als Innovationszentrale für Deutschland“

 

Durch das gemeinsam getragene neue Forschungsprogramm soll die Region Augsburg zu einem international führenden Standort für Leichtbauwerkstoffe wie Carbon weiter ausgebaut werden. Starke Impulse über die Luft- und Raumfahrt hinaus erwartet Ministerpräsident Söder. Eine dank der Forschung günstigere und energieeffizientere Fertigung nutze auch der Auto- und der Sportindustrie in allen Regionen Bayerns. Ebenfalls profitieren könnten beispielsweise E-Mobilität und Umwelttechnologien, Mechatronik, Automation, IT und Embedded Systems.

 

Diese Möglichkeiten bestätigt Joachim Nägele, Mitglied der Geschäftsführung von Premium AEROTEC. Die Augsburger Airbus-Tochter hatte in letzter Zeit vor allem wegen drohenden Stellenabbaus von sich reden gemacht, aber nun sieht Nägele Perspektiven. Sein Unternehmen begrüße „die Initiative der Staatsregierung“ und strebe an, „weitere Bauteile auf Leichtbauweise umzustellen. Von der branchenübergreifenden Herangehensweise versprechen wir uns positive Synergieeffekte und erweiterte Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Digitalisierung und des Leichtbaus mit Schwerpunkt Kohlefaserverstärkter Verbundwerkstoffe“.

 

 

Carbon-Karosserie als elegantes Leichtbau-Modell, bewundert von Dr. Tjark von Reden (MAI Carbon), Joachim Nägele (Premium Aerotec), Bernhard Pohl (MdL), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Heinz Voggenreiter (DLR), Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Eva Weber (Stadt Augsburg) und Carolina Trautner (Staatssekretärin) (v.l.n.r.)

MAI Carbon Strategie-Workshop und Mitgliederversammlung 2019

 

Zum Doppel-Event aus Mitgliederversammlung und Strategieworkshop hatte MAI Carbon eingeladen. Rund 30 Teilnehmende trafen sich dazu am Mittwoch, den 08. Mai 2019, im Nürnberger Klee Center. Themen waren Erfolge wie mögliche Kostensenkungen in der Großserien-Produktion sowie ein Überblick über laufende Aktivitäten, etwa in den Bereichen Bildung und Recyclingforschung. Abschließend diskutierten die Mitglieder die künftige strategische Ausrichtung.

 

Rund 30 Delegierte von Unternehmen und Instituten der bayerischen Leichtbauindustrie waren am 08. Mai 2019 der Einladung von MAI Carbon zur jährlichen Mitgliederversammlung mit Strategie-Workshop in die nordbayerische Frankenmetropole Nürnberg gefolgt. Die Wahl des Veranstaltungsortes Nürnberger Klee Center spiegelt die breite regionale Basis von MAI Carbon wider. MAI Carbon ist die süddeutsche Regionalabteilung des in Augsburg ansässigen Carbon Composites e.V. (CCeV) und bekannt für seine erfolgreiche Arbeit als vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderter Spitzencluster.

 

MAI Carbon im neuen Dachverband Composites United

 

Zunächst informierte Abteilungsgeschäftsführer Dr. Tjark von Reden die Anwesenden über die jüngsten Aktivitäten von MAI Carbon. Erster Punkt war die Fusion der beiden Vereine CFK Valley e.V. und Carbon Composites e.V., die am 28. Februar 2019 durch die beiden Mitgliederversammlungen einstimmig beschlossen worden war. Damit entsteht Composites United e.V., das weltweit größte Netzwerk für faserbasierten multimaterialen Leichtbau. Das Prinzip der Regionalität bleibt auch in diesem gestärkten Dachverband erhalten, sodass sich für MAI Carbon auf absehbare Zeit nichts ändert.

 

Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven

 

Im Rahmen seiner national und international ausgerichteten Clusterarbeit initiierte MAI Carbon in den letzten Jahren mehr als 50 Projekte mit einem Finanzvolumen von rund 125 Mio. €. Aktuell laufen zehn Projekte im Rahmen des Campus Carbon und zwei AiF-Projekte. Insbesondere seine Aktivitäten im Aus- und Weiterbildungsbereich konnte der Cluster erheblich ausbauen. Zwei neu eingeworbene Förderprojekte sichern die kontinuierliche Arbeit in diesem nachhaltig zukunftsorientierten Feld.

 

Von großer Bedeutung ist auch das internationale Forschungsprojekt MAI ScrapSeRO zum Thema Recycling. Es läuft drei Jahre und erforscht mit einem Budget von über 2,5 Mio. € Vliesstofftechnik für Recyclat-Anwendungen. Hauptprojektpartner ist Korea, die USA sind als assoziierte Partner an Bord. Die technische Koordination des unternehmensstarken Konsortiums übernimmt das MAI Carbon-Mitglied Fraunhofer IGCV.

 

MAI Carbon auf Spur

 

Nachmittags diskutierten die Mitglieder in zwei Arbeitsgruppen die künftige strategische Ausrichtung von MAI Carbon. Auf der ‚Checkliste‘ standen die Bereiche Netzwerk, Technologie, Kommunikation, Internationalisierung und Bildung. Abschließend gaben vier Firmenvorstellungen im Plenum weiteren fachlichen Input. Bei WIPAG Süd ging es um ‚Recycling von Carbonfasern‘, ‚Berührungsempfindliche Oberflächen auf faserverstärkten Materialien‘ war das Thema von SemsoTec Fast Solutions, ‚Gewebeherstellung‘ übernahm CARBO-TEX, und JETCAM stellte ‚Softwarelösungen zur Optimierung von Zuschnittsplanungen‘ vor.

 

Damit endete der offizielle Teil der ebenso informativen wie produktiven diesjährigen MAI Carbon Mitgliederversammlung mit Strategie-Workshop. Dr. Tjark von Reden zeigt sich sehr zufrieden mit dem Erreichten: „MAI Carbon hat es geschafft, CFK großserienfähig zu machen – ein enorm wichtiger und großer Schritt ist damit getan.“ Doch von Reden weiß auch: „Der Weg ist noch weit. Es freut mich deshalb besonders, dass wir uns heute erneut als aktiver, entschlossener und zukunftsorientierter Fachverband bewiesen haben.“

 

Train the Trainer – südkoreanische Delegation informiert sich über die duale Ausbildung im Faserverbundbereich

Augsburg. Eine 13-köpfige Delegation aus Südkorea informierte sich vom 18.03 – 22.03.2019 bei den deutschen Partnern MAI Carbon des Carbon Composites e.V. (CCeV), Eckert Schulen und dem Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung der Universität Augsburg (AMU) zum Thema duale Berufsausbildung im Faserverbundbereich vor Ort. Mittelfristiges Ziel ist es, die Systematik und Inhalte der dualen Ausbildung in ausländischen Märkten wie Südkorea bedarfsgerecht zu implementieren.

 

Die ersten beiden Tage berücksichtigten theoretische Informationen zur Durchführung der dualen Ausbildung und damit verbundene Vorteile für die Firmen sowie Auszubildenden. Praxisbeispiele sollten damit einhergehende Möglichkeiten einer Durchführung im Zielland handlungs- und zielorientiert verdeutlichen. Ergänzend besuchte die Gruppe das Projekt WiR (Wissenstransfer Region Augsburg) der Universität Augsburg und erhielt geführte Touren bei den MAI Carbon Partnern DLR und Fraunhofer IGCV.

 

Besichtigung der Berufsschule Wasserburg

 

Am 20.03 besichtigte die Delegation die Berufsschule in Wasserburg, in welcher Ausbildungsberufe im Kontext Faserverbund gelehrt werden. Mit viel Engagement seitens der Berufsschule wurde der Delegation das Konzept der Berufsschule in Deutschland nähergebracht. Der Besuch wurde durch die Besichtigung des Technikums und der Werkstätten abgerundet.

 

Train the Trainer bei deutschen Unternehmen

 

Die letzten beiden Tage beinhalteten ebenfalls Unternehmensbesichtigungen. Neben Airbus Helicopters stattete die Delegation SGL Carbon und deren Ausbildungsstätte einen Besuch ab. Dabei konnten die Südkoreaner den Ausbildungs-Teams im Sinne des Train the Trainers über die Schulter zu schauen. Der dortige Ausbildungsleiter gab vielfältige Informationen zur Ausbildung zum/ zur Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff-/Kautschuktechnik Fachrichtung Faserverbundtechnologie weiter. Komplettiert wurde die Woche durch Besuche bei Voith Composites sowie BMW in Landshut.

 

„Eine erfolgreiche und informative Woche ist zu Ende gegangen. Die südkoreanischen Unternehmen sind mit einem Wissensrucksack zur dualen Ausbildung wieder abgereist. Es werden sich zukünftig neue Kooperationen im Bildungskontext ergeben,“ ist sich Sven Blanck, verantwortlich für die Internationalisierung bei MAI Carbon, sicher.

Elisabeth Traspel, Projektmanager International der Eckert Schulen, ergänzt: „Es ist erfahrungsgemäß äußerst wichtig, Interessierten am dualen System die einzelnen Details, Inhalte und Abläufe direkt zu verbildlichen. Damit auf dieser Basis Einführung und Umsetzung vor Ort auf- und aufgebaut werden können.“

 

Der Delegationsbesuch ist Bestandteil des Projekts MAI iTeCK, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einer Laufzeit von drei Jahren gefördert wird.

 

 

Bildunterschrift: Deutsches Ausbildungs-Know-how für südkoreanische Unternehmen; Besuch bei SGL Carbon (© Eckert Schulen)

JobGate – Speed-dating von Azubis und Arbeitgebern

 

München. Erfolgreich verlief erneut die Ausbildungsbörse JobGate, die am Vormittag des 20. März 2019 im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz stattfand. Rund 50 Schülerinnen und Schüler diesjähriger Abschlussklassen informierten sich dabei am Stand von MAI Job über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Faserverbundtechnologie. Sehr zufrieden bewerteten auch Unternehmensvertreter und das Projekt-Team von MAI Job das große Interesse.

 

Zweimal jährlich informiert die Recruiting-Börse JobGate über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region München. In der Art einer Speed-dating-Plattform bringt sie junge Interessenten und Unternehmen zusammen. Schon im Vorfeld melden die Schülerinnen und Schüler für sie interessante Berufe. Zehn Minuten haben die Jugendlichen jeweils Zeit, das konkrete Unternehmensangebot näher kennenzulernen und sich ihrem Gegenüber persönlich mit ihren Bewerbungsunterlagen vorzustellen. Das Projektteam von MAI Job war auch in diesem Jahr vor Ort, um speziell über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Faserverbundbranche zu informieren.

 

Vorteile für Unternehmen und Schulabgänger

 

Besonders stark nachgefragt waren dieses Jahr Ausbildungsberufe wie Verfahrensmechaniker/-in – Fachrichtung Faserverbundtechnologie, Werkstoffprüfer/-in – Kunststofftechnik und Fluggerätmechaniker/-in.

Daneben informiert das MAI Job-Team grundsätzlich über alle verfügbaren Ausbildungen im Fachbereich. Zum umfangreichen Angebot gehören überdies Tipps und Tricks zum Bewerbungsprozess, Bewerbungsgespräch und zur Berufsausbildung an sich. Gern genutzt wird auch die Möglichkeit, fertige Bewerbungsmappen über das Projekt MAI Job direkt an passende Mitglieder des Carbon Composites e.V. (CCeV) weiterzuleiten.

 

Leichter Hocker auch für Schwergewichte

 

Sogar Leichtbau „zum Anfassen“ war auf der JobGate vertreten und zwar in Gestalt eines eleganten Hockers aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Ganze 650 g wiegt das von Wissenschaftlern des CCeV-Mitglieds Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) und Studierenden der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) entworfene Anschauungsstück, trägt aber ohne Weiteres bis zu 200 kg. So gut wie jeder Messe-Gast wollte sich selbst von den Vorteilen des extrem leichten Hockers überzeugen – und war begeistert.

 

Erfreuliche Trends

 

Zufrieden äußert sich auch Phillip Scherer vom Projekt von MAI Job: „Wir freuen uns sehr darüber, dass sich so viele junge Menschen für die diverse Ausbildungsberufe im Bereich der Faserverbundtechnologie interessieren.“ Dass „Geschlechterrollen bei technischen Berufen offenbar kaum mehr von Bedeutung sind“, gehört ebenfalls zu seinem positiven Fazit.

Gefördert wird das Projekt MAI Job aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds (ESF). Laufzeitende ist Juni 2019. Allerdings will der Carbon Composites e.V. (CCeV) den aktuellen Aufschwung nutzen und auch über die offizielle Projektzeit hinaus im Bereich Bildung und Ausbildung tätig sein.

 

 

 

Bildunterschrift: Leichtbau „zum Anfassen“: Bei den Gesprächen über Ausbildungsmöglichkeiten in der Faserverbundbranche kam auch der ultraleichte aber dennoch äußerst stabile CFK-Hocker des IPF als Anschauungsobjekt zum Einsatz.

Berufsinformationsabend an der Städtischen Wilhelm-Busch-Realschule in München

Augsburg/München. Anfang Februar 2019 war das Fachteam des Projektes MAI Job wieder unterwegs, um junge Menschen für die Berufe der Faserverbundbranche zu begeistern.

 

An der Städtischen Wilhelm-Busch-Realschule in München waren alle Schüler der 9. und 10. Klassen eingeladen, an einer internen „Messe“ mit Informationsständen und Vorträgen teilzunehmen. Rund 150 Schülerinnen und Schüler kamen zu der Veranstaltung. Phillip Scherer vom Projektteam MAI Job hielt einen Vortrag zum Werkstoff Carbon und die Berufe in der Branche.


Über zwei Stunden lang informierten Katharina Lechler, Projektleiterin MAI Job, und Phillip Scherer die jungen Menschen. „Auffallend ist, dass vor allem sehr viele junge Damen an den technischen Ausbildungsberufen interessiert sind,“ stellt Katharina Lechler fest. Ihr Kollege Scherer ergänzt: „Die Jugendlichen waren über die ‚Leichtigkeit‘ des Werkstoffes erstaunt, was am Beispiel des Carbonfahrrads von Munich Composites immer wieder schön zu verdeutlichen ist.“ Die Firma Munich Composites bildet auch aus und fand daher bei den Jugendlichen aus der Landeshauptstadt großes Interesse.


Fragen aus der Zuhörerschaft beschäftigten sich auch mit den Themen Recycling, Lebenszyklus und der Öko-Bilanz von Carbon. „Ganz toll fand ich, dass Eltern und auch andere Aussteller sich für unseren Stand interessierten“, so Scherer.

 

Ausbau internationaler Bildungskooperation - Koreanische Studenten und Professoren zu Gast beim Spitzencluster MAI Carbon

Im Rahmen des internationalen Austauschprogramms von MAI Carbon mit seinem Projekt MAI iTeCK (Projektpartner sind: MAI Carbon / CCeV, MINT_Bildung des AMU Augsburg sowie die Eckert Schulen,  gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) besuchten 13 südkoreanische Studentinnen und Studenten und vier Professoren aus den Universitäten Chonbuk, Wonkwang und Jeonju den Spitzencluster und seine Partner in Augsburg.

 

Innerhalb einer Woche wurden die Gäste sowohl im Technologiezentrum Augsburg (TZA) als auch bei ausgewählten Partnern betreut und in die hiesige „Carbon-Welt“ eingeführt. Vorträge von Coriolis, ITA Augsburg, Innovationspark Augsburg und Projekt WiR (Universität Augsburg) vermittelten den Gästen zunächst theoretische Einblicke. Vertiefen konnten sie ihr reges Interesse während der Besuche bei Airbus Helicopters und Voith Composites wie auch bei den Institutsbesuchen DLR und Fraunhofer IGCV sowie an der Universität Augsburg und an der TU München mit seinem Lehrstuhl für Carbon Composites (LCC) als auch auf dem Ludwig-Bölkow-Campus in Taufkirchen. Zum Abschluss der fünf Tage gab es eine Besichtigung der BMW Welt in München.

 

Ziel war es einen universitären Austausch voranzutreiben, Ideen zur weiteren Kooperation zu diskutieren und Deutschland als Standort für Spitzenforschung zu stärken und weltweit sichtbarer zu machen. „Ein herzlicher Dank geht an die unterstützenden Institutionen dieser erfolgreichen Woche. Unsere koreanischen Gäste waren begeistert. Wissenschaft ist international und bedeutet Kooperation und fachlichen Austausch über Ländergrenzen hinweg“, wie Sven Blanck, verantwortlich für das Thema Internationalisierung bei MAI Carbon, die Woche rückblickend zusammenfasst.

 

 

Bild: CCeV/Airbus Helicopters

Die südkoreanische Studentendelegation zu Besuch bei Airbus Helicopters in Donauwörth.

 

International präsent - Spitzencluster MAI Carbon mit eigenem Stand auf der JEC Asia in Seoul

Augsburg/Seoul. Vom 14. bis 16. November 2018 fand in Seoul die JEC Asia statt. Bereits zum zweiten Mal war der Spitzencluster MAI Carbon des Carbon Composites e.V. (CCeV) dort mit einem eigenen Stand vertreten.

 

230 Aussteller und mehr als 7000 Gäste besuchten in diesem Jahr die JEC Asia. Der Spitzencluster MAI Carbon konnte im Rahmen der Messe mehrere Meilensteine des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten internationalen Kooperationsprojekts MAI iTeCK (Eckert Schulen, MINT_Bildung des Anwenderzentrums der Universität Augsburg und MAI Carbon) erreichen. So organisierte MAI Carbon das Studenten- und Schülerprogramm „Vorteile von Carbon Composites und verschiedene Anwendungsbranchen“, das parallel zur Messe stattfand und mehr als 140 Jugendliche begeisterte. Neben einem Workshop führten die Projektmitarbeiter die Jugendlichen in einer Guided Tour über das Messegelände. Zudem stellte MAI Carbon in einem Gemeinschaftsvortrag MAI iTeCK und die Zielstellungen des Projekts auf der Begleitkonferenz internationalen Teilnehmern vor.

 

„MAI Carbon konnte auf der JEC Asia projektübergreifend den Cluster und unsere Kompetenzen öffentlichkeitswirksam einem Fachpublikum präsentieren und gezielt das Netzwerk ausbauen. Wir haben einmal mehr bewiesen, dass MAI Carbon und der Carbon Composites e.V. gefragte Kooperationspartner im Ausland sind“, fasste Sven Blanck, verantwortlich für die internationale Zusammenarbeit bei MAI Carbon, die Tage in Südkorea zusammen. „Wir gratulieren zudem den beiden MAI Carbon Partnern Premium Aerotec GmbH und Cevotec GmbH zum Erhalt des JEC Innovation Awards im Bereich Nachhaltigkeit,“ so Blanck.

 

 

Begeistert zeigten sich die jugendlichen Besucher der JEC Asia von den Möglichkeiten der Faserverbundwerkstoffe, die ihnen von Dr. Tjark von Reden (links), Abteilungsgeschäftsführer MAI Carbon, nahegebracht wurden.

Austausch zwischen deutschem und chinesischem Automotivesektor

Augsburg. Mitte Oktober hatte die Abteilung MAI Carbon im Carbon Composites e.V. (CCeV) eine Delegation aus China zu Gast. Die Besucher erhielten einen Einblick in die süddeutsche Automotive-Fachwelt sowie eine Führung durch das benachbarte Fraunhofer Institut IGCV. 

 

Acht Partner aus dem Netzwerk von MAI Carbon informierten die 25 Gäste aus dem chinesischen Automotivebereich. Die Unternehmer gehören der „International GREEN Auto Lightweight Technology Alliance“, an, einem mit dem CCeV vergleichbaren Zusammenschluss in China, dem aber auch internationale Partner angehören.

Ziel des Besuches bei MAI Carbon im Technologiezentrum Augsburg (TZA) war es, den Besuchern deutsche Unternehmen aus dem Carbon-Bereich vorzustellen und ihnen den technologischen Fortschritt nahe zu bringen. Dieser ist unter anderem ein Ergebnis der Arbeit des Spitzenclusters MAI Carbon.

 

Sechs deutsche Partnerunternehmen stellten sich in 15-minütigen Vorträgen vor und kamen anschließend mit den chinesischen Unternehmern ins Gespräch. Zum Abschluss des Besuchs erhielten die chinesischen Gäste eine Führung durch das Fraunhofer-Institut IGCV.

 

„Die hochrangig besetzte Delegation hat in kurzer Zeit einen Einblick über die Aktivitäten von MAI Carbon erhalten und konnte sich mit deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen vernetzen,“ so das Fazit von Sven Blanck, bei MAI Carbon verantwortlich für die Internationalisierung. „Der erste Schritt für mögliche Kooperationen ist getan und wir haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen,“ freut sich Blanck.

 

MAI Carbon TecDay: 17 Firmen aus der Region präsentieren sich in Donauwörth

 

Augsburg/Donauwörth. Zum ersten „TecDay“ hatte die Abteilung MAI Carbon im Carbon Composites e.V. (CCeV) zu Airbus Helicopters in Donauwörth geladen. 17 Unternehmen nutzten die Gelegenheit, mit Mitarbeitern des Hubschrauber-Spezialisten ins Gespräch zu kommen.

 

„Mit dem MAI Carbon TecDay führen wir ein neues Format ein, das zur gezielten Vernetzung der Firmen beiträgt,“ erläutert Dr. Tjark von Reden, Abteilungsgeschäftsführer von MAI Carbon. Das regionale Netzwerk, das für Faserverbundfirmen und -institutionen zwischen München, Augsburg und Ingolstadt da ist, hatte seine Mitglieder nach Donauwörth eingeladen. Bei Airbus Helicopters, ebenfalls Mitglied im CCeV und in der Abteilung, wollte man den direkten Kontakt zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und einem potentiellen oder schon vorhandenen Partner herstellen. Dabei hatten die KMU die Möglichkeit, sich und ihre Kompetenzen mit einem Vortrag und einem kleinen Stand zu präsentieren sowie gezielt Lösungsansätze für Problemstellungen zu adressieren. Die KMU deckten dabei Themenschwerpunkte wie Prüfverfahren, Bearbeitung- und Produktionsprozesse von CFK sowie Automatisierung -und Digitalisierungsthemen ab.

 

Die Veranstaltung wurde zum ersten Mal von der Abteilung MAI Carbon im CCeV durchgeführt und soll in Zukunft fester Bestandteil des Serviceportfolios von MAI Carbon werden. „Mit rund 90 Besuchern war das Interesse am MAI Carbon TecDay riesig. Wir freuen uns sehr, dass das Format einen so großen Zuspruch erfahren hat. Das zeigt, dass wir hier einen Bedarf unserer Mitglieder erkannt und eine Lösung dafür umgesetzt haben,“ so von Reden in seinem Fazit zur Veranstaltung.